Katze kratzt an Tapeten
Katzen müssen ihre Krallen wetzen, da sie nur so scharf bleiben und
nicht zu lang werden. Haben die Tiere keine Möglichkeit, an
Baumrinde zu kratzen, so machen sie das an anderen Stellen, die
ihnen hierfür günstig erscheinen. Dass die Katze dabei die gute
Tapete oder die Polstermöbel zerstört, macht ihr dabei herzlich
wenig.
Normalerweise genügt es, der Wohnungskatze nun einen Kratzbaum zu
bieten, an dem sie die spitzen Krallen schärfen kann. Aber es kommt
auch vor, dass Katzen, trotz des Kratzbaums, an dem sie auch gerne
spielen, die Tapete abkratzen.
Das kann mehrere Gründe haben:
Da sie beim Wetzen der Krallen auch ihr Revier markieren, ist es
möglich, dass der Kratzbaum einfach nicht an der Stelle steht, wo
die kleinen Haustiger gerade markieren möchten. Und wenn sie erst
einmal eine Stelle haben, dann werden sie die auch immer wieder zum
Markieren nutzen. Andererseits ist es auch möglich, dass ihnen der
äußere Stoff des Kratzbaums einfach nicht gefällt, sei es nun ein
Sisalband oder ein Teppichstück.
Sehr wahrscheinlich ist, dass der Stamm des Kratzbaums einfach zu
kurz ist. Denn am liebsten streckt sich der Stubentiger lang aus,
während er den Stamm des Kratzbaums mit seinem Krallen bearbeitet.
In diesem Fall kann man seinem Tier einen Kratzbaum mit längerem
Stamm anbieten.
Es kann aber auch sein, dass das Verhalten der Katze überhaupt
nichts mit dem Kratzbaum zu tun hat, denn wenn die Katze den Geruch
der frisch gestrichenen Tapete nicht mag, dann versucht sie auf
diese Weise, dem Übel ein Ende zu bereiten.
Manchmal hilft es, an genau dieser Stelle ein Kratzbrett
einzurichten, aber es gibt auch Tiere, die dann drum herum kratzen.

