Die Krallen der Katze
Katzen benutzen ihre hornigen Krallen an den Zehen zum Klettern,
beim Beutefang und beim Kampf mit Artgenossen. Auch als Abwehr bei
Gefahr werden die scharfen Krallen immer wieder ausgefahren. Die
dickköpfigen Stubentiger setzen ihre Kratzwerkzeuge aber auch schon
mal ein, wenn ihnen einfach etwas nicht passt. Normalerweise sind
die Krallen der Katzen allerdings tief eingezogen nicht umsonst
werden Katzen auch Samtpfoten genannt. So stumpfen sie auch beim
Gehen nicht ab.
Katzenkrallen wachsen ihr Leben lang nach, weshalb die Tiere sie
immer wieder schärfen müssen. Hier genügt ein Kratzbrett, an dem die
Katzen immer wieder die äußeren Schichten der Krallen abwetzen
können. Besser ist aber ein Kratzbaum, dessen Stamm gleichmäßig mit
Sisal umwickelt ist. Kratzbäume bieten den Vorteil, dass sie nicht
nur für die Krallen wichtig sind. Auch dienen sie als Spielbaum, zum
Klettern und zum Schlafen.

Neben dem Schärfen der Krallen hat das Ritual des Wetzens am
Kratzbaum oder an Rinde noch einen wichtigen Grund: Auf diese Weise
markieren die Tiere ihr Revier. In den Pfoten der Katzen sind
Duftstoffe, die sie beim Krallenwetzen abgeben.
Wohnungskatzen, die keinen Kratzbaum zur Verfügung haben, benutzen
oft die Tapeten an Zimmerecken als Kratzbrett, was dem Besitzer
normalerweise nicht gefällt.
Haben die Tiere keine Möglichkeit ihre Krallen an einem Kratzbaum zu
wetzen, dann kann es schnell dazu kommen, dass die scharfen
Werkzeuge der Tiere zu lang werden. Sie schauen dann auch beim
Laufen aus der Hauttasche hervor. In diesen Fällen hilft nichts
anderes, als sie regelmäßig stutzen zu lassen.
