Der Kratzbaum als Aussichtsturm
Stundenlang können Katzen irgendwo sitzen und einfach nur alles
beobachten. Sehr gerne schaut der Stubentiger durch die
Fensterscheibe nach draußen, blickt neugierig auf alles, was sich
dort tut. Auch beim Jagen ist die Katze darauf angewiesen, lange
Zeit reglos vor dem Mauseloch zu sitzen und abzuwarten. Sitzt sie
nun auf einer erhöhten Plattform, kann sie allen Trubel im Haus aus
sicherer Entfernung ansehen, wenn sie gerade keine Lust auf Spiele
oder Schmusen hat.
So ist es nicht verwunderlich, dass viele Katzen sich auf ihre
Aussichtsbretter des Kratzbaums zurückziehen, wenn die Familie
beispielsweise fernsieht. Das Tier schaut dann von seinem
â??Sofasessel" aus ebenfalls zu und wirft dabei oft einen so
interessierten Blick von dem Kratzbaum herab, als würde sie alles
verstehen.
Besonders scheue Katzen, verstecken sich, wenn Fremde kommen, erst einmal in irgendwelchen dunklen Ecken, beispielsweise in den Höhlen des Katzen-Kratzbaums. Andere Samtpfoten sind dazu viel zu neugierig. Doch wenn ihnen der Besuch nicht geheuer ist, dann werden auch sie sich fürs erste auf die erhöhte Plattform ihres Kratzbaums zurückziehen. Von hier haben sie alles im Überblick, bevor sie sich dazu entscheiden, den Kratzbaum herabzusteigen und sich von den Eindringlingen ausgiebig streicheln zu lassen.

